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Tomb Sweeping Day in China...

...Ausflüge, ticketverkäufer und anderes...

Heute ist der sogenannte tomb sweeping day (auf Chinesisch Qingming festival) in China, und natürlich haben alle frei und können das momentane schöne Wetter in China geniessen. Am heutigen Tag werden die verstorbenen Ahnen geehrt und gewisse Familien verbringen den Tag mit Besuchen auf dem Friedhof um den Ahnen Blumen, Geschenke oder anderes zu bringen. Ebenfalls sehr interessant ist, dass gewisse Leute Papiergeld verbrennen, damit die Ahnen im Jenseits genügen Geld haben. Ein wirklich interessanter Brauch.

Lustig ist allerdings, dass heutzutage mehr als nur Papiergeld verbrannt wird. Es werden ganze Villen aus Papier hergestellt, um danach verbrannt zu werden. Ebenfalls Luxusautos, Kühlschränke, Warmwasserboiler, Fahrräder, Mikrowellen, Luxusfernseher usw.. Wirklich alles was das chinesische Alltagsherz begehrt, damit es auch im Jenseits angenehm zu leben ist.

Das Problem dabei ist nur, dass die Leute diese Verbrennungsaktion manchmal mitten auf grossen und sehr befahrenen Kreuzungen machen, was nicht unbedingt der Sicherheit der Personen und der Fahrzeughalter dienlich ist. Ich habe mal nachgeforscht, warum das so ist. Da die Leute denken, dass die Verstorbenen aus dem Westen kommen um dieses Geld abzuholen, haben sich die Leute entschlossen, das Geld auf Strassenkreuzungen zu verbrennen. Denn auf diesen, in China wirklich grossen, Kreuzungen sind die Strasse gross und breit. Somit wissen die Verstorbenen wo Westen ist und sie haben kein Problem, das verbrannte Geld zu finden und in das Jenseits mitzunehmen. Na ja, Tradition oder Brauchtum hin oder her, gewisse Chinesische Autofahrer kümmert das nicht, und es gab da schon zahlreiche Unfälle oder gefährliche Situationen. 

Ebenfalls drängt sich natürlich nun ein Ausflug auf, entweder in einen schönen Park, um einen Drachen steigen zu lassen (zusammen mit ca. 100 anderen Personen, haha), oder man erweitert seinen geistigen Horizont und besucht ein Museum. In unserer schönen Stadt, wo wir leben, gibt es deren wirklich zahlreiche und auch für Kinder, grosse und kleine, ist immer etwas dabei. So sind wir gestern Sonntag in das wissenschaftliche Museum gepilgert. Unsere Tochter hat dieses Museum schon mit Ihrer Kindergartenklasse besucht und natürlich hat sie sich dann als Museumsführerin aufgespielt. 

Immer wieder interessant bei solchen Orten ist, wieviele Ticketverkäufer vom Schwarzmarkt sich da tummeln. Wir sind nun schon seit fast 3,5 Jahren in China und immer wieder traue ich diesen Leuten nicht, meistens Männer. Bisher ging immer alles gut - bis natürlich gestern, Ihr ahnt es schon. Die meisten Chinesen haben ihr Auto draussen parkiert, oder besser gesagt, irgendwo in eine freie Lücke gequetscht. Es ist wirklich interessant in welche kleine Löcher gewisse Leute hier die Autos reinparkieren können. Wir natürlich als brave Schweizer fuhren in die sehr leere, dunkle und saukalte Tiefgarage. Sogleich eilte uns ein eifriger und sehr motivierte Helfer herbei und hat mich zu einem freien Parkplatz gelotst. Wäre nicht nötig gewesen, ca. 1500 Plätze waren noch frei. 

Danach ging es los, er wollte uns dann gleich die Eintrittskarten für das Museum verkaufen, natürlich alles legal und kein Problem. Das Museum besteht aus drei Stockwerken, das erste ist für Kinder und die anderen zwei sind für alle Personen, dann auch für die Erwachsenen. Wir haben nur die Karten für Etage 2 und 3 gekauft, weil nach der Meinung unseres eifrigen Helfers der erste Stock schon voll ist. Als wir im Museum drin waren, hat man uns dann gesagt, wir müssen noch eine Karte für den ersten Stock kaufen, weil unsere bereits gekaufte Karte nicht gültig ist. Die Karte für den ersten Stock ist dann auch gültig für die Ausstellungen in Etage 2 und 3. Und das Beste ist, der 2. und 3. Stock ist gratis, ohne den 1. Stock müsste man also gar nichts bezahlen. Haha, voll reingelegt. Na ja es war das erste Mal, sonst klappt es immer. Nun sind wir wieder ein bisschen schlauer...

 

Macht es Gut und bis zum nächsten Mal, 

 

Euer China-Experte

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